STIFTUNG GEISTLICHES LEBEN Kirche ist der Ort, wo Gotteserfahrung vertieft und immer lebendiger wird (Roger Schütz, Communauté de Taizé)
Kirche ist der Ort, wo Gotteserfahrung vertieft und immer lebendiger wird (Roger Schütz, Communauté de Taizé)

Abschied von Ingrid Reimer

Wir nehmen dankbar Abschied von Ingrid Reimer, Mitstifterin und langjährige Geschäftsführerin der Stiftung Geistliches Leben. 

Bescheiden und hingebungsvoll – so hat sie ihre Berufung gelebt, treu, gewissenhaft und unermüdlich in ihren Aufgaben, beseelt von einem tiefen Glauben in der Liebe Christi. So war sie als Mitglied im Stiftungsrat und 25 Jahre als Geschäftsführerin  der Stiftung „Geistliches Leben“ tätig. Ihr Ehemann Hans-Diether Reimer und sie hatten die Stiftung 1993 als „eine Initiative zur Förderung der geistlichen Erneuerung der Kirche“ gegründet.

Aus den Erträgen des  von ihnen eingebrachten Vermögens konnten Anträge von Initiativen und Gemeinschaften bedacht werden, vor allem aber konnten sich die Antragstellerinnen und Antragsteller in den jährlichen Tagungen begegnen und den geistlichen Austausch pflegen, auch eine Reihe von Publikationen konnte gefördert werden.

Was für Ingrid Reimer selbstverständlich war, war doch eine bewundernswerte gelebte Nachfolge Christi. Wenn Jesus für seinen Lebensweg das Bild vom Weizenkorn gebraucht, das in der Erde ersterben muss, um viel Frucht zu bringen, so berührt uns als Stiftungsrat umso mehr, wie Ingrid Reimer sich in ihre Berufung eingebracht hat. Immer hat sie die förderlichste, freundlichste und beste Variante gesucht, um einzusetzen, was möglich war, und dabei weder sich noch eigene Ressourcen geschont. Großen Segen haben auch die Mitglieder des Stiftungsrates in ihren Begegnungen und bei den Tagungen empfangen. Durch diese Begegnungen sehr verschieden geprägter Gruppen und Projekte mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung fand so eine wirkliche Herzerweiterung statt.

Am 22. Januar 2026 ist sie aus dieser Zeit in Gottes Ewigkeit gerufen worden. Wir danken Gott, unserem himmlischen Vater, für ihr Leben, wir danken Jesus Christus, der sie uns zu einer Schwester gemacht hat, und dem Heiligen Geist, von dem sie sich leiten ließ.

Der Stiftungsrat im Januar 2026